17.10.2017

 

Bühne frei für neue Ideen und Produkte aus Stahl

Ingenieure, Architekten, Designer, Handwerker, Forscher und Erfinder können sich mit innovativen Ideen am Stahl-Innovationspreis 2018 beteiligen. Den Gewinnern winken attraktive Preisgelder und die Bekanntmachung ihrer Innovationen im Markt.

Der Stahl-Innovationspreis rückt innovative Ideen und Produkte ins Licht der Öffentlichkeit und hilft bei der erfolgreichen Positionierung im Markt. Zahlreiche Gewinner konnten entsprechend der Formel „Innovation + Kommunikation = Erfolg“ bereits von der Auszeichnung profitieren. Zum elften Mal loben Unternehmen der Stahlindustrie in Deutschland den Stahl-Innovationspreis aus, um Innovationen mit dem Werkstoff Stahl eine Bühne zu bieten. Der Wettbewerb hat sich zu einem der bedeutendsten seiner Art entwickelt.

Um der großen Anwendungsvielfalt von Stahl gerecht zu werden, wird der Wettbewerb in den Kategorien „Produkte aus Stahl“, „Stahl im Bauwesen“, „Stahl-Design“ sowie „Stahl in Forschung und Entwicklung“ ausgeschrieben. In allen Kategorien werden jeweils drei Preise vergeben. Jeder kann mitmachen, der neue Ideen rund um den Werkstoff Stahl hat.

Von besonderer Bedeutung sind bei diesem Wettbewerb Klimaschutz und Ressourcen­effizienz. Daher wird die Innovation, die durch Verwendung von Stahl am besten dazu beiträgt, Energie und Material einzusparen, mit dem Sonderpreis „Klimaschutz und Ressourceneffizienz“ ausgezeichnet.

Den Siegern des Stahl-Innovationspreises winken Preisgelder in Höhe von insgesamt 60.000 Euro. Doch der bedeutendste Gewinn ist die öffentliche Bekanntmachung der Innovationen, wie Margit Spitzbart von Spitzbart Treppen und Gewinnerin des Stahl-Innovationspreises 2015, feststellt: „Zunächst haben wir uns über den Stahl-Innovationspreis sehr gefreut, weil er zeigt, dass wir mit unserer Idee fachkundige Juroren überzeugen konnten. Überrascht waren wir über das, was danach kam. „cut it!“ erhielt große mediale Aufmerksamkeit, es folgten weitere Design-Auszeichnungen, die Treppe wurde „Treppe des Jahres 2016“. Mittlerweile floriert der Verkauf der Treppeninnovation „cut it!“ deutschlandweit.“

Die Teilnahme an dem Wettbewerb ist kostenfrei. Die eingereichten Projekte müssen innerhalb der letzten fünf Jahre in Deutschland entwickelt worden sein. Teilnahmeberechtigt sind Personen, Firmen, Institute und Entwicklungsgemeinschaften mit Sitz in Deutschland. Die Teilnahmeunterlagen können bei der Wirtschaftsvereinigung Stahl in Düsseldorf angefordert werden. Einsendeschluss ist der 26. Januar 2018.

Weitere Informationen sind verfügbar unter http://www.stahl-innovationspreis.de.

ArGeZ: Deutlich gestiegene Zukunftserwartungen, erneut verschlechterte Lage

29.06.2020

Nach dem leichten Anstieg im Mai verbesserten sich im Juni die Erwartungen der deutschen Zulieferindustrie mit Blick auf die nächsten sechs Monate sprunghaft. Der Saldo aus Optimisten und Pessimisten stieg von -33,8 auf -1,6 Punkte an und liegt damit nun nahe der Nulllinie. Dies ist der stärkste jemals gemessene Anstieg und zeigt, dass die Zahl der Zulieferer, die für die kommenden Monate mit stabileren Geschäftsaussichten rechnen, zugenommen hat. Andererseits wird die aktuelle Lage von den Unternehmen weiterhin als schlecht eingestuft. So sank der Saldo erneut deutlich um 4,6 Saldenpunkte auf - 53,1 Punkte. Damit hat sich die Bewertung der aktuellen Geschäftslage auf ein neues Rekordtief seit der Finanzkrise verschlechtert. Der Tiefpunkt lag im April 2009 bei einem Saldo von - 62,9 Punkten.

In der Gesamtbetrachtung zeigt sich ein besseres Stimmungsbild als in den vergangenen Wochen während des Lockdowns. Denn das Geschäftsklima der Zulieferindustrie hat sich im Juni von -41,3 auf -29,3 Punkte verbessert. Das verabschiedete Konjunkturpaket der deutschen Bundesregierung sowie die schrittweisen Lockerungen der Corona-Beschränkungen haben sicher einen Teil dazu beigetragen. Generell befindet sich die Stimmung jedoch weiter auf sehr niedrigem Niveau. Auch mit Blick auf die insgesamt schwache Auftragslage und die daraus folgenden Kapazitätsanpassungen in Form von Kurzarbeit dürfte nur mit einer langsamen Erholung zu rechnen sein.

Der Geschäftsklimaindex Zulieferindustrie wird von der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie ArGeZ in Zusammenarbeit mit dem Ifo-Institut, München, ermittelt. Er beruht auf der Befragung von rund 600 Unternehmen und deckt die in der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie zusammengeschlossenen Branchen Gießerei-Industrie, Aluminiumindustrie, Kunststoffverarbeitung, Stahl- und Metallverarbeitung, NE-Metall-Industrie, Kautschukindustrie sowie Technische Textilien ab.

Der Chart, mit korrigierten saisonbereinigten Daten, steht zum Download unter www.argez.de zur Verfügung.

 

 

Veränderte Schutzmaßnahmen für Stahlimporte ab 1. Juli

19. Juni 2020

Verbände der Stahlverarbeiter erleichtert, aber auch besorgt
Importquoten – Kritik an verschärfter Kontingentvergabe

Erleichtert registrieren die Blechumformer, dass die ab dem 1. Juli 2020 geltenden EU-Schutzmaßnahmen keine Kürzung der zollfreien Importkontingente für Stahl vorsehen. Der Industrieverband Blechumformung (IBU) und die Fachvereinigung Kaltwalzwerke (FVK) hatten sich im Mai in Brüssel gegen die drohende Herabsetzung der Einfuhrquote ausgesprochen. Ungetrübt ist die Freude dennoch nicht: Sorge bereiten den Verbänden die neuen Verschärfungen bei der Kontingentvergabe. Sie befürchten einen anhaltenden Trend zu protektionistischer Abschottung des EU-Stahlmarktes: „Wir werden wachsam sein und weiterhin die Interessen der Stahlverarbeiter vertreten.“

Die gesamte Pressemitteilung finden Sie hier.

 

 

Konjunkturpaket / Steuerpolitische Maßnahmen

04.06.2020

Der Koalitionsausschuss hat gestern ein Konjunkturpaket ("Corona-Folgen bekämpfen, Wohlstand sichern, Zukunftsfähigkeit stärken") mit einem geplanten Volumen von 130 Mrd. Euro beschlossen. Die notwendigen gesetzgeberischen Maßnahmen sollen von den Koalitionsfraktionen zügig auf den Weg gebracht werden.  Eine Zusammenfassung der Maßnahmen des Konjunkturpakets und eine ergänzende Übersicht der CDU/CSU-Bundestagsfraktion finden Sie hier.

 

Auf folgende steuerpolitische Maßnahmen weisen wir besonders hin:

  • Befristet vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 wird der Umsatzsteuersatz von 19 auf 16 Prozent und von 7 auf 5 Prozent gesenkt.

  • Die Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer wird verschoben auf den 26. Des Folgemonats. Dies soll Unternehmen einen Liquiditätseffekt von ca. 5 Mrd. Euro geben.

  • Der steuerliche Verlustrücktrag wird gesetzlich für die Jahre 2020 und 2021 auf maximal 5 Mio. Euro bzw. 10 Mio. Euro (Zusammenveranlagung) erweitert. Es soll ein Mechanismus eingeführt werden, mit dem dieser Rücktrag unmittelbar finanzwirksam schon in der Steuererklärung 2019 nutzbar gemacht werden kann, z. B. über die Bildung einer steuerlichen Corona-Rücklage.

  • Zudem wird eine degressive Abschreibung für Abnutzung (AfA) mit dem Faktor 2,5 gegenüber der derzeit geltenden AfA und maximal 25 Prozent pro Jahr für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens in den Steuerjahren 2020 und 2021 eingeführt.

  • Das Körperschaftsteuerrecht wird teilweise „modernisiert“ u. a. durch ein Optionsmodell zur Körperschaftsteuer für Personengesellschaften und die Anhebung des Ermäßigungsfaktors bei Einkünften aus Gewerbebetrieb auf das Vierfache des Gewerbesteuer-Messbetrags.

  • Die steuerliche Forschungszulage wird rückwirkend zum 1. Januar 2020 befristet bis zum 31. Dezember 2023 auf eine Mio. Euro pro Unternehmen verdoppelt.

  • Die Mitarbeiterkapitalbeteiligung soll attraktiver ausgestaltet werden.

 

 

BDI-Eckpunkte-Papier für ein modernes und effektives Konjunkturpaket

28.05.2020

Der BDI geht heute mit dem Eckpunkte-Papier zur Konjunkturbelebung an die Öffentlichkeit. Es konkretisiert den Sechs-Punkte-Plan des BDI vom 18.5. und fordert  

  1. die Ausweitung der Verlustverrechnung (Rücktrag Corona-Verluste),
  2. verbesserte Abschreibungsregeln (z.B. degressive und Sonder-AfA) und Steueranreize,
  3. die Senkung der Steuerbelastung (Vollständige Abschaffung Soli, Absenkung ESt/KSt),
  4. eine staatliche Ko-Finanzierung der Strom-Netzentgelte,
  5. Investitionen der öffentlichen Hand,
  6. Investitionen in F&E (Ausbau Forschungszulage),
  7. das BEHG erst mit der notwendigen Entlastungsverordnung starten zu lassen und
  8. die Automobilindustrie zu stärken.

Nach BDI-Informationen tagt am Dienstag der Koalitionsausschuss und wird ein Konjunkturpaket beraten.

 

 

Für einen Neustart der deutschen Industrie

28.05.2020

Heute geht das ArGeZ-Papier „Für einen Neustart der deutschen Industrie“ an das BMWi, das Bundeskanzleramt und relevante Bundestagsabgeordnete. Nach unseren Erkenntnissen tagt am Dienstag der Koalitionsausschuss und wird ein Konjunkturpaket beraten.