Düsseldorf/Hagen, 08. Sept. 2022

Wir stecken in einer handfesten Industriekrise.

  • Energiekosten: Stahl und Metall verarbeitende Industrie steckt in handfester Krise
  • Produktion stockt, Aufträge schrumpfen, Stimmung sinkt
  • Politik muss Entlastungspaket sofort nachbessern

Die Unternehmen drosseln ihre Produktion – täglich verlieren wir Wertschöpfung, die nicht zurückkommen wird. Die Politik muss sofort reagieren und beim Entlastungspaket nachbessern – nicht erst in Monaten. Wir haben den Abgrund vor Augen“. Klare Worte des WSM-Hauptgeschäftsführers Christian Vietmeyer zur aktuellen Situation der Stahl und Metall verarbeitenden Unternehmen. Worte, die keinen Zweifel lassen: Die Politik muss die Energiepreiskrise umgehend lösen. Und beim Entlastungspaket die bisher vernachlässigten Industrieunternehmen einbeziehen – ohne Wenn und Aber.

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ArGeZ PM: Zulieferer pessimistisch

04.09.2023

Nach verregnetem Sommer erwarten sie auch für den Herbst eine schlechte Geschäftslage. Positive Signale aus der Politik sind jetzt dringend erforderlich.

Der Sommer 2023 war überwiegend verregnet. Wer mit Blick auf die deutsche Zulieferindustrie nun auf einen heiteren Herbst spekuliert, wird sich in ein paar Wochen enttäuscht sehen.

Das Stimmungsbild des Rückgrads der deutschen Wirtschaft trübt sich weiter ein. Im August fällt das ifo-Geschäftsklima der deutschen Zulieferer zum sechsten Mal in Folge. In[1]zwischen deutlich im roten Bereich angelangt, liegt das Geschäftsklima durch den jüngsten Rückgang um 5,8 Saldenpunkte nur noch bei -21,9 Punkten. Brisant dabei: Sowohl bei den Erwartungen für die kommenden sechs Monate als auch bei den Beurteilungen der aktuellen Geschäftslage liegen negative Dynamiken zu Grunde. Notieren erstere gleich[1]wohl bereits seit längerem im negativen Saldenbereich, kehrt die Bewertung der aktuellen Geschäftslage erstmals seit November 2020 unter die Neutralitätsschwelle. So liegt die Lageeinschätzung im Saldo bei -7,5 Punkten. Nur noch jedes fünfte Unternehmen bewer[1]tet die Geschäftslage dabei als „gut“. Zulieferer, die in den kommenden sechs Monaten Besserung Erwarten, sind demgegenüber sogar noch exotischere Exemplare. So sind lediglich 7% der Befragten vorsichtig optimistisch. Knapp die Hälfte hingegen sieht in den kommenden Monaten zunehmende konjunkturelle Schwierigkeiten auf die Industrie zukommen.

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WSM-Umfrage: Investitionen mittelständischer Industrieunternehmen

16. Aug. 2023

WSM-Umfrage: Fast jeden vierten Euro investieren mittelständische Industrieunternehmen in Drittländern

  • Abwanderungstrend: 30 Prozent fließen aus Deutschland raus, 24 Prozent außerhalb EU
  • Investitionsvolumen der Stahl und Metall verarbeitenden Industrie steigt um 47 Prozent
  • Befragte Unternehmen setzen eine Milliarde ein, halten aber auch eine Milliarde zurück – aus Unsicherheit

Die gute Nachricht: Mittelständische Industrieunternehmen der Stahl- und Metallverarbeitung investieren: Bis 2027 planen rund 200 an einer aktuellen Umfrage des Wirtschaftsverbands Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) teilnehmende Unternehmen konkrete Investitionen von rund einer Milliarde Euro. Ein Plus von 47 Prozent gegenüber den Jahren 2016 bis 2019. Die schlechte Nachricht: Fast die gleiche Summe halten sie zurück. Noch schlechter: Rund ein Viertel der Mittel soll in Drittländer fließen. „Die Politik muss aktiv werden, um industrielles Know-how und Arbeitsplätze im Land zu halten“, fordert WSM-Hauptgeschäftsführer Christian Vietmeyer.

 

„Zu viel Investitionskapital verlässt Deutschland“

70 Prozent des Kapitaleinsatzes kommen laut WSM-Umfrage dem Standort Deutschland zugute, aber 30 Prozent fließen raus. In der EU landen nur noch gut fünf Prozent, von mehr als 24 Prozent profitieren Staaten außerhalb der europäischen Union. Die Pläne der über 200 Umfrageteilnehmer untermauern, dass die „Gespenster“ Abwanderung und Deindustrialisierung sehr real sind. „Unsere Fakten belegen: Viel Investitionskapital verlässt Deutschland, weil die Standortbedingungen zu schlecht sind“, betont Holger Ade, Leiter Industrie- und Energiepolitik beim WSM.

 

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WSM-PM: Schwache erste Halbzeit 2023

Mittelständische Industrie rutscht weiter in die Abstiegszone

• Produktion sinkt gegenüber Vorjahr

• Fast die Hälfte der Unternehmen fürchten Verschlechterung

• WSM fordert für alle einen erreichbaren Industriestrompreis und Wachstumschancengesetz

Der industrielle Mittelstand hat die erste Halbzeit 2023 hinter sich und rutscht weiter Richtung Abstiegszone. „Die Produktion ging von Januar bis Juni gegenüber 2022 um 1,9 Prozent zurück, vier von 14 Branchen schlittern zweistellig ins Minus, jedes zweite Unternehmen fürchtet eine weitere Verschlechterung“, bilanziert Holger Ade vom Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM). Der Verband spricht für rund 5.000 meist mittelständische Industrieproduzenten und fordert die Politik auf, eine zukunftsweisende, verlässliche, transparente Strategie einzuschlagen, die Unternehmen wieder Sicherheit gibt: „Unsere Branchen brauchen u. a. einen hürdenlosen, für alle Betriebe zugänglichen Industriestrompreis. Und ein Wachstumschancengesetz, das echte Steuerentlastungen bringt“, betont WSM-Hauptgeschäftsführer Christian Vietmeyer. 

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Geschäftsklima im Juli 2023

Die Stimmung in den Stahl und Metall verarbeitenden Unternehmen in Deutschland hat sich im Juli nochmals deutlich verschlechtert. Beide Komponenten des Geschäftsklimas tragen zu dieser Entwicklung bei. Zwar beurteilen immer noch knapp 27 Prozent der Umfrageteilnehmer ihre Geschäftslage als gut, dieser Wert ist seit Mai nahezu konstant, jedoch haben erneut mehr als 4% der Unternehmer ihre Lageeinschätzung von „befriedigend“ zu „schlecht“ revidiert, sodass im Sado die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage um 3,5 Punkte absinkt. Damit schätzt ein Viertel der Unternehmen die eigene Geschäftslage als „schlecht“ ein.

Auch die Beurteilung der zukünftigen Geschäftserwartungen fällt erneut um 6,6 Saldenpunkte. Dabei liegt der Anteil der Optimisten nur noch bei 7,8%, knapp 46% der Unternehmen erwarten eine ungünstigere Entwicklung in den nächsten 6 Monaten.

Die Unternehmen sind angesichts schwächerer Nachfrage zunehmend durch den toxischen Cocktail an Herausforderungen – die erzwungene und beschleunigte Transformation, ausufernde Berichts- und Nachweispflichten und weiterhin zu hohe Energiekosten – überlastet.

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„EU-Lieferkettengesetz darf mittelständische Industrie nicht ans Messer liefern!“

WSM Pressemitteilung 05.07.2023

 

„Der Schutz von Menschenrechten und Klima steht außer Frage. Aber das im Trilog diskutierte EU-Lieferkettenschutzgesetz (LkSG) ist absolut unrealistisch“, kritisiert der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM). Das Sprachrohr von über 5.000 mittelständischen Unternehmen bewertet die Vorlage als beängstigend, destruktiv und nicht zielführend. „Mittelständische Industrieunternehmen, die das Gesetz mittelbar trifft, werden sich aus Überlebensgründen aus betroffenen Ländern zurückziehen, Nicht-EU-Unternehmen werden das Terrain übernehmen. Das ist weder für die Menschen noch fürs Klima noch für die EU-Wirtschaft nachhaltig“, so Hauptgeschäftsführer Christian Vietmeyer. Weiterlesen ...