16.06.2023

Die ordentliche Mitgliederversammlung der FVK hat am 16.06.2023 im Hotel-Restaurant Overkamp in Dortmund stattgefunden. Herr Dr. Matthias Gierse freute sich besonders neben den zahlreichen Teilnehmern auch die beiden Geschäftsführer des neues Mitgliedswerkes Pickhardt & Gerlach GmbH & Co. KG begrüßen zu können. Zu Gast war Herr Ingo Mergelkamp, Knowledge Senior Director – Metals, mit einem interessanten Vortrag zum Thema „Herausforderungen in der Herstellung und dem Verkauf von grünem Stahl“.

Herr Dr. Wilke berichtete vom Kaltwalzmuseum. Nach jahrelangem Rechtsstreit mit dem Fürstenhaus und pandemiebedingtem Stillstand, geht es nun endlich voran. Am 06.04.2023 hat sich der Vorstand des Förderkreises mit Frau Ministerin Ina Scharrenbach, Vertretern der NRW-Stiftung und des Freilichtmuseums getroffen. Bei dem Termin wurden die Förderbescheide offiziell übergeben. Die Fördergelder stehen bereit und können abgerufen werden. Die Umbauarbeiten seitens des Freilichtmuseums sind abgeschlossen und die Umsetzung des von dem Museumspädagogen Jörg Büschler erarbeitete Konzept hat begonnen. Man hofft, dass die Neueinrichtung des Museums bis zur Saisoneröffnung im April 2024 abgeschlossen sein wird.

Ein weiterer wichtiger Punkt der Mitgliederversammlung waren die Wahlen des Vorstands und der Kassenprüfer. Herr Dr. Matthias Gierse wurde erneut zum Vorsitzenden gewählt. Herr Dr. Wilke bleibt stellvertretender Vorsitzende und übernimmt zusätzlich das Amt des Schatzmeisters. Die Herren Bernd Grumme, Dr. Heino Buddenberg und Peter Plobst wurden für eine weitere Amtszeit gewählt. Neu im Vorstand ist Herr Caspar Brockhaus. Die Herren Ralf Schamp und Karl-Martin Schulte wurden zu Kassenprüfern gewählt.

Wir gratulieren den Herren zu Ihrer Wahl und danken Ihnen für das ehrenamtliche Engagement, das sie für die Belange der FVK und der gesamten Branche aufwenden.

 

 

 

Joint High Level Statement – Allianz europäischer Industrieverbände und Unternehmen fordert umfassende Erweiterung des CBAM auf nachgelagerte Produkte

Ein breites Bündnis europäischer Industrieverbände und Unternehmen fordert das Europäische Parlament auf, den CBAM konsequent auf weitere stahl- und aluminiumintensive Folgeprodukte auszuweiten. Während der ITRE-Ausschuss eine weitreichende strukturelle Erweiterung vorgeschlagen hat, erfasst die Position des ENVI-Ausschusses lediglich rund 220 zusätzliche Zollcodes. Damit bleiben zahlreiche nachgelagerte Industrien weiterhin einem Carbon-Leakage-Risiko ausgesetzt: Europäische Hersteller tragen die CO₂-Kosten des EU-Emissionshandels, während importierte Fertigprodukte vielfach keinen vergleichbaren Belastungen unterliegen. Bei der anstehenden Plenarabstimmung soll das Parlament daher weitere Produkte einbeziehen, um faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, Investitionen in die Dekarbonisierung zu sichern und eine Verlagerung industrieller Wertschöpfung aus Europa zu verhindern.

 dlpdf Joint High-Level Statement

 

 

 

Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie stärkt „Made in Europe“: Rückenwind für den Industrial Accelerator Act

„Made in Europe“ kann Europas Industrie stärken – wenn Präferenzregeln konsequent auf europäische Wertschöpfung, faire Wettbewerbsbedingungen und eine unbürokratische Umsetzung ausgerichtet sind.

Die ArGeZ unterstützt den Vorschlag der EU-Kommission mit drei zentralen Forderungen:

  • Strategische Industriepolitik ist notwendig: Angesichts geopolitischer Unsicherheiten, wachsender Abhängigkeiten und des Wettbewerbs mit USA und China braucht Europa eine stärkere industrielle Basis.

  • Europäische Wertschöpfung muss geschützt werden: Präferenzregeln und Local-Content-Anforderungen können dazu beitragen, Wertschöpfung, Beschäftigung und technologisches Know-how in Europa zu halten – insbesondere auch auf Komponentenebene.

  • Regeln müssen funktionieren: Der Erfolg des IAA hängt entscheidend davon ab, dass Anforderungen realistisch, WTO-konform, digital umsetzbar und möglichst bürokratiearm sind. Drittlandinhalte sollten nur dann wie EU-Ursprung behandelt werden, wenn Reziprozität sowie vergleichbare CO₂- und Nachhaltigkeitsstandards gewährleistet sind.

 

dlpdf ArGeZ: Industrial Accelerator Act als Chance für europäische Wertschöpfung

 

 

 

Fachvereinigung unterstützt Aufruf des europäischen Stahlhandelsverbandes EUROMETAL mit einem Lkw-Convoy in Brüssel!

Am 7. September 2026 werden FVK-Mitglieder und andere Vertreter der europäischen Stahl-, Metallvertriebs-, Metallverarbeitungs- und nachgelagerten Verarbeitungsindustrien eine deutliche Botschaft nach Brüssel überbringen:

 

Europa muss die industriellen Wertschöpfungsketten erhalten,
von denen ökologischer Wandel, strategische Autonomie,
Beschäftigung und Resilienz abhängen.

 

Der Lkw-Konvoi ist kein Protest gegen Europa. Er ist eine Demonstration für eine starke europäische Industriebasis, fairen Wettbewerb, Klimaglaubwürdigkeit und sichere Lieferketten.

Der Grund dafür ist klar: Stahlintensive Industriegüter und Stahlnebenprodukte gelangen zunehmend auf den europäischen Markt, ohne dass dafür gleichwertige Handels-, Ursprungs-, CO₂- und regulatorische Verpflichtungen gelten. Dies führt zu einer Verlagerung von Produktion, Arbeitsplätzen und Emissionen aus Europa und schwächt gleichzeitig die Industriebasis, die Europa am dringendsten benötigt.

 

dlpdf EUROMETAL - Media-Teaser              dlpdf EUROMETAL - Participant Flyer            dlpdf EUROMETAL - Position Paper  

 

Weitere Informationen und die Möglichkeit zu einer Registrierung Ihrer Teilnahme finden Sie auf den Internetseiten von EUROMETAL unter: https://eurometal.net/european-convoy-for-industrial-competitiveness/

 

 

 

Treffen der Spitzenverbände im Bundeskanzleramt und Tag der deutschen Industrie

Am 10. Juni trafen sich die deutschen Spitzenverbände BDI, BDA, DIHK und ZDH mit dem Koalitionsausschuss und Gewerkschaftsvertretern im Bundeskanzleramt. Das Treffen sollte als Chance genutzt werden, möglichst große Schnittmengen in zentralen und teils hoch umstrittenen Reformfeldern auszuloten. Angesichts der großen Herausforderungen einer zukunftsfähigen Aufstellung der sozialen Sicherungssysteme, des Arbeitsmarktes und der Standortbedingungen sollten unterschiedliche Interessen zusammengeführt, das gegenseitige Verständnis gestärkt und gemeinsame Lösungen identifiziert werden.

Im Gespräch bestand im Wesentlichen Einigkeit darüber, dass der wirtschaftliche Handlungsdruck groß ist. Konkrete Beschlüsse wurden aber leider nicht gefasst. Die Eindrücke von BDI-Präsident Peter Leibinger und Arbeitgeberpräsident Dr. Rainer Dulger finden Sie unter: BDI,  BDA

WSM und FVK hatten sich ebenfalls kritisch dafür ausgesprochen, die Probleme am Standort Deutschland nicht länger und immer wieder nur zu analysieren, sondern angesichts der mittlerweile in vielen Industrieunternehmen dramatischen Lage in konkrete Maßnahmen - insbesondere in den Politikfeldern Energie und Arbeit - endlich zügig umzusetzen.

 

 

 

Bündnis faire Energiewende fordert Maßnahmen der Bundesregierung zur Entkopplung des Strompreises von fossilen Energieträgern

Die Umstellung der Erdgasversorgung in Europa von Pipelines auf LNG hat den Gaspreis strukturell und dauerhaft erhöht, die Eskalation im Nahen Osten führte zu kurzfristig extremen Schwankungen der Gaspreise. Insbesondere in Deutschland wird der Strompreis auch mittelfristig maßgeblich durch die Gaspreise beeinflusst – Die Transformation zur Klimaneutralität wird jedoch durch die hohen Preise fossiler Energieträger verhindert.

Das „Bündnis faire Energiewende“ fordert daher von der Bundesregierung als Sofortmaßnahme eine Umsetzung des EU-Krisenrahmens (METSAF) mit einer Subventionierung der Gasverstromung und eine Entkopplung des Strompreises von den Preisen fossiler Energieträger. Die Position des BfE finden Sie hier.