27.05.2021
In einem Interview mit der Zeitschrift „Stahl“ erläutert Herr Kunkel, wie sich die Mitgliedsunternehmen der Fachvereinigung Kaltwalzwerke e.V. auf die Transformation vorbereiten.
27.05.2021
In einem Interview mit der Zeitschrift „Stahl“ erläutert Herr Kunkel, wie sich die Mitgliedsunternehmen der Fachvereinigung Kaltwalzwerke e.V. auf die Transformation vorbereiten.
Ein breites Bündnis europäischer Industrieverbände und Unternehmen fordert das Europäische Parlament auf, den CBAM konsequent auf weitere stahl- und aluminiumintensive Folgeprodukte auszuweiten. Während der ITRE-Ausschuss eine weitreichende strukturelle Erweiterung vorgeschlagen hat, erfasst die Position des ENVI-Ausschusses lediglich rund 220 zusätzliche Zollcodes. Damit bleiben zahlreiche nachgelagerte Industrien weiterhin einem Carbon-Leakage-Risiko ausgesetzt: Europäische Hersteller tragen die CO₂-Kosten des EU-Emissionshandels, während importierte Fertigprodukte vielfach keinen vergleichbaren Belastungen unterliegen. Bei der anstehenden Plenarabstimmung soll das Parlament daher weitere Produkte einbeziehen, um faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, Investitionen in die Dekarbonisierung zu sichern und eine Verlagerung industrieller Wertschöpfung aus Europa zu verhindern.
„Made in Europe“ kann Europas Industrie stärken – wenn Präferenzregeln konsequent auf europäische Wertschöpfung, faire Wettbewerbsbedingungen und eine unbürokratische Umsetzung ausgerichtet sind.
Die ArGeZ unterstützt den Vorschlag der EU-Kommission mit drei zentralen Forderungen:
ArGeZ: Industrial Accelerator Act als Chance für europäische Wertschöpfung
Am 7. September 2026 werden FVK-Mitglieder und andere Vertreter der europäischen Stahl-, Metallvertriebs-, Metallverarbeitungs- und nachgelagerten Verarbeitungsindustrien eine deutliche Botschaft nach Brüssel überbringen:
Europa muss die industriellen Wertschöpfungsketten erhalten,
von denen ökologischer Wandel, strategische Autonomie,
Beschäftigung und Resilienz abhängen.
Der Lkw-Konvoi ist kein Protest gegen Europa. Er ist eine Demonstration für eine starke europäische Industriebasis, fairen Wettbewerb, Klimaglaubwürdigkeit und sichere Lieferketten.
Der Grund dafür ist klar: Stahlintensive Industriegüter und Stahlnebenprodukte gelangen zunehmend auf den europäischen Markt, ohne dass dafür gleichwertige Handels-, Ursprungs-, CO₂- und regulatorische Verpflichtungen gelten. Dies führt zu einer Verlagerung von Produktion, Arbeitsplätzen und Emissionen aus Europa und schwächt gleichzeitig die Industriebasis, die Europa am dringendsten benötigt.
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Weitere Informationen und die Möglichkeit zu einer Registrierung Ihrer Teilnahme finden Sie auf den Internetseiten von EUROMETAL unter: https://eurometal.net/european-convoy-for-industrial-competitiveness/
Am 10. Juni trafen sich die deutschen Spitzenverbände BDI, BDA, DIHK und ZDH mit dem Koalitionsausschuss und Gewerkschaftsvertretern im Bundeskanzleramt. Das Treffen sollte als Chance genutzt werden, möglichst große Schnittmengen in zentralen und teils hoch umstrittenen Reformfeldern auszuloten. Angesichts der großen Herausforderungen einer zukunftsfähigen Aufstellung der sozialen Sicherungssysteme, des Arbeitsmarktes und der Standortbedingungen sollten unterschiedliche Interessen zusammengeführt, das gegenseitige Verständnis gestärkt und gemeinsame Lösungen identifiziert werden.
Im Gespräch bestand im Wesentlichen Einigkeit darüber, dass der wirtschaftliche Handlungsdruck groß ist. Konkrete Beschlüsse wurden aber leider nicht gefasst. Die Eindrücke von BDI-Präsident Peter Leibinger und Arbeitgeberpräsident Dr. Rainer Dulger finden Sie unter: BDI, BDA
WSM und FVK hatten sich ebenfalls kritisch dafür ausgesprochen, die Probleme am Standort Deutschland nicht länger und immer wieder nur zu analysieren, sondern angesichts der mittlerweile in vielen Industrieunternehmen dramatischen Lage in konkrete Maßnahmen - insbesondere in den Politikfeldern Energie und Arbeit - endlich zügig umzusetzen.
Die Umstellung der Erdgasversorgung in Europa von Pipelines auf LNG hat den Gaspreis strukturell und dauerhaft erhöht, die Eskalation im Nahen Osten führte zu kurzfristig extremen Schwankungen der Gaspreise. Insbesondere in Deutschland wird der Strompreis auch mittelfristig maßgeblich durch die Gaspreise beeinflusst – Die Transformation zur Klimaneutralität wird jedoch durch die hohen Preise fossiler Energieträger verhindert.
Das „Bündnis faire Energiewende“ fordert daher von der Bundesregierung als Sofortmaßnahme eine Umsetzung des EU-Krisenrahmens (METSAF) mit einer Subventionierung der Gasverstromung und eine Entkopplung des Strompreises von den Preisen fossiler Energieträger. Die Position des BfE finden Sie hier.